Jahresrückblick 2016 - meine persönlichen Höhepunkte

Noch eine gute Woche, dann ist das Jahr 2016 vorbei. Was bleibt sind wahnsinnig viele schöne Erinnerungen an ein erlebnisreiches, spannendes und intensives Jahr. Ich hatte die Gelegenheit viele tolle Menschen kennen zu lernen, mit meiner Islandreise einen Kindheitstraum in die Tat umzusetzen, meine fotografischen und sportlichen Grenzen zu verschieben und habe sehr viel über mich gelernt.

Ich liebe den Winter

Seit Februar bin ich Teil der Snowboard- und Skitourengruppe Baba (Bergauf-Boardab) beim DAV und habe dort einen Haufen Gleichgesinnter kennen gelernt, mit denen ich nicht nur eine Menge Spaß habe, sondern die mir auch viele Türen geöffnet haben. So bin ich zum Beispiel in der Saison 2016/17 selber als Jugendleiter in der Gruppe aktiv und bin meinem Ziel Bergführer wieder ein Stück näher gekommen.

Vor allem mit Kahti Sandbichler und Manu Nadler habe ich zwei Bergfanatiker und begnadete Skifahrer bzw. Boarder kennengelernt, die weitaus mehr als coole Bergkameraden sind, nämlich echt lässige Freunde! Danke Euch! Ich freue mich schon auf die anstehenden Touren und Reisen! Mit Euch wird das der Hammer ;)

HafragilsfossNachdem wir tagsüber schon zum Hafragilsfoss hinabgestiegen sind, beschlossen wir zu Sonnenaufgang nochmal hinzufahren. Ich stellte das Stativ um 3:00 auf und wartete bis 4:36, um das Licht der aufgehenden Sonne einzufangen.

Zwei Monate Island

Aber nicht nur der Winter war mit über vielen, vielen Skitourentagen ein voller Erfolg - auch der Sommer hatte es definitiv in sich! Ich fuhr für zwei Monate mit meinem langjährigen Freund Jakov nach Island, um ein faszinierendes Land zu entdecken.

Doch bevor es losging, wurde es nochmal spannend: Ich verletzte mich in der Skiabfahrt vom Ortler am Knie und musste operiert werden. Vier Wochen vor unserer Abreise... Dank meines fantastischen Orthopäden Dr. Christof Keinath und meinem Operateur Dr. med. Manuel Köhne, verlief der Heilungsprozess wirklich schnell und ich konnte mit Jakov unser Island-Abenteuer, wie geplant beginnen.

Dem Unwetter entflohenDave auf dem Goldseetrail. Im Hintergrund der höchste Berg Südtirols - der Ortler.

Island hat mich dann schwer beeindruckt, fasziniert und gefesselt. Diese zwei Monate waren so intensiv! Wir haben das gesamte Land mit dem Geländewagen bereist, uns im Schnee festgefahren, spannende Pisten im Schritt-Tempo zurückgelegt, sind aus Gletscherspalten geklettert und haben unser Lager in atemberaubend schöner Landschaft aufgeschlagen. Auch der ein oder andere Schreckmoment blieb nicht aus: Fast-Absturz zwischen riesigen Basaltsäulen. Festgefahrenes Auto. Defektes Radlager... Wie gesagt: Island war ein intensives Erlebnis, das wir unser Leben lang nicht vergessen werden.

Ich bin so glücklich mit Jakov eine verlässliche Begleitung gehabt zu haben. Danke für deine Geduld, den guten Kaiserschmarrn, die vielen lustigen Stunden und den rettenden Handgriff... Auf dich kann man echt zählen!

Immer dabei war natürlich meine Kamera-Ausrüstung. Hier könnt Ihr Euch nochmal die Highlights der Reise ansehen.

Mountainbike Tour

Herbst HighlineDie Highline am Kundl und Backofen bietet einen schönen Blick aufs Inntal. Bei Sonnenaufgang war Tauri Vahesaar bereits auf der Line, als die Szenerie in ein warmes Licht getaucht wurde.

Kurz nach meiner Rückkehr aus Island, konnte ich mit Dave das Ortlergebiet einmal mit dem Mountainbike umrunden. Sechs Tage. Über 12000 Höhenmeter. Fantastisches Wetter. Lässige Hütten. Unser Anspruch war es, stets auf den besten Trails der Region abzufahren und was soll ich sagen: Die Trails waren der Hammer! Das schreit geradezu nach einer Wiederholung!

2016 war der Hammer!

Keine Frage, jede Tour jetzt aufzuzählen würde diesen Blogeintrag definitiv sprengen. Trailrunning am Achensee mit Kristin Berglund, Mountainbiken im Rofan und den Voralpen mit Freddy, Highlinen mit Tauri Vahesaar, ... Ihr merkt schon die Liste ist lang ;)

Danke an alle, die mich unterstütz haben! Auf ein affengeiles 2017!

FokussiertAuch wenn die Abfahrt vom Passo Zebru eigentlich leicht ist, die Blickführung muss in den Kehren schon sitzen.
Rofan ride

Bergkalender 2017 zu kaufen

Ab sofort könnt Ihr meinen "Berglandschaften 2017"-Kalender in DIN A3 für 35,00 € inkl. Versand bei mir bestellen. Ich habe für Euch 12+1 atemberaubende Berglandschaftsbilder aus dem Jahr 2016 zusammengestellt und jeweils die Location dazu geschrieben. Auf ein richtiges Kalendarium habe ich bewusst verzichtet, sodass mehr Platz für das Bild ist und der Kalender mehrere Jahre benutzt werden kann.

Für jeden Bergfex ein ideales Weihnachtsgeschenk oder eine schöne Gelegenheit, sich selbst eine Freude zu machen.

Bitte schreibt mir eine Mail an md@fotografie-maximilian.de, wenn ihr einen Kalender kaufen möchtet. Bezahlen könnt ihr dann entweder per Überweisung oder Paypal.

Übrigens: Bei dem Kalender geht es für mich nicht darum, großartig Geld zu verdienen, sondern Euch eine Freude zu machen. (ich verdiene 5 € pro Kalender...)

Weihnachtsgeschenk - Wandbild

Du hast immer noch kein Weihnachtsgeschenk für deine Liebsten gefunden?! Langsam wird es Zeit sich Gedanken zu machen...

Für Naturbegeisterte und Bergliebhaber habe ich eine passende Idee! Auf meiner Homepage findest du jede Menge Bilder, die sich hervorragend für einen Ausdruck eignen. Egal, ob Küche, Schlafzimmer, Wohnzimmer oder Büro - ein hochwertiges Wandbild ist ein echter Hingucker!

Falls Du auf meiner Homepage kein Motiv findest, was für Dich bzw. den Beschenkten passt, dann schreib mir doch einfach eine kurze Mail und wir finden in meinem Archiv gemeinsam ein Bild, das Deinen Vorstellungen entspricht.

Formate, Materialien, Preise

Prinzipiell kannst Du deine Bilder in fast jeder Größe und auf vielen unterschiedlichen Materialien drucken lassen. Sollte Deine Wunschgröße oder -material nicht in meiner Liste zu finden sein, dann heißt das also noch lange nichts... Wir finden eine Lösung!

Hier einmal die gängigsten Größen und Materialien meiner Partner-Druckerei:

Forex (Hartschaumplatte):
-5mm Stärke
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30 x 20 cm 39,00 €
45 x 30 cm 44,00 €
60 x 40 cm 57,00 €
90 x 60 cm 117,00 €
120 x 80 cm 193,00 €

Alu-Dibond:
-3mm Stärke
-extrem biegefest und witterungsbeständig
30 x 20 cm 50,00 €
45 x 30 cm 69,00 €
60 x 40 cm 103,00 €
90 x 60 cm 179,00 €
120 x 80 cm 299,00 €

Acrylglas:
-5mm Stärke
-Direktdruck von hinten auf Acrylglasscheibe

30 x 20 cm 73,00 €
45 x 30 cm 99,00 €
60 x 40 cm 138,00 €

Leinwand:
-naturfarbenes, feines Canvas-Gewebe (300 g/m²)
-stabiler Echtholzrahmen (2cm)
-etwas rauere Oberfläche
30 x 20 cm 44,00 €
45 x 30 cm 90,00 €
60 x 40 cm 113,00 €
90 x 60 cm 173,00 €
120 x 80 cm 228,00 €

Wenn ihr eine Aufhängung haben möchtet, dann kommen pro Bild noch einmal + 8,00 Euro hinzu.

Bestellung, Bezahlung, Versand

Versand nach Deutschland (ohne Inseln) ist bei allen Bildern inklusive.
Wenn Du dich für ein Bild entschieden hast, dann schick mir einfach eine Email an md@fotografie-maximilian.de, bezahlen kannst du dann entweder per Überweisung, bar oder per Paypal.

Also, nichts wie los! Hole Dir oder Deinen Liebsten ein Stück Berge ins Haus! Viel Spaß beim Stöbern!

Highline am Kundl und Backofen

Sonntag, 11:00 Uhr. Kathi, Tauri und ich packen unsere Rucksäcke an einem Parkplatz in Überfilzen am Inn. Mit rund 30 kg Gepäck pro Person machen wir uns auf den Weg zu "Kundl und Backofen", zwei Felsen im Südwesten des Heubergs zwischen denen wir eine Highline spannen wollen.

Schwer beladen dauert der Aufstieg durch den steilen Bergwald knapp eineinhalb Stunden und ich verfluche mich innerlich dafür, dass ich keine festen Bergschuhe, sondern lediglich meine Trailrunning-Latschen trage...

Am Fels angekommen schwanken wir zwischen Begeisterung und Ratlosigkeit: Die Fixpunkte für die Highline scheinen zunächst nur schwer erreichbar und da wir kein Topo haben finden wir den leichtesten Aufstieg nicht auf Anhieb. Dann die nächste Ernüchterung: Unser Material ist nicht vollständig: die Körpersicherung, die sogenannte "Leash" liegt leider in München...
Wir entscheiden den Aufbau trotzdem zu beginnen, unser Lager für die Nacht einzurichten und genießen die Herbst-Sonne.

Nach einer Portion Trek´n Eat verkriechen wir uns nach Sonnenuntergang in unsere Schlafsäcke und blicken in den Sternenhimmel. Auf dem Felsvorsprung ist leider wenig Platz und da ich unruhig schlafe, rutschen mir des öfteren die Beine von der Isomatte in die steile Grasflanke. In der Früh um 4:30 Uhr wache ich schließlich auf, als Tauri seinen Abstieg ins Tal antritt. Er fährt nach München zurück, holt das fehlende Material und Lebensmittel für einen weiteren Tag am Berg und kommt schließlich um 10:00 Uhr zurück.

Mit neuem Elan, vollständiger Ausrüstung und jeder Menge Kekse, Müsli und Co. ist die Highline am späten Nachmittag schließlich gespannt. Ich fotografiere Tauri von unten, wie er auf dem 2,5 cm breiten Band über dem Abgrund balanciert und beeindruckende akrobatische Posen einnimmt.

Erst viel zu spät realisiere ich, dass die Sonne gleich untergehen wird und mache mich so schnell wie möglich an den Aufstieg am montierten Fixseil, um auf die Höhe der Slackline zu kommen. Da das Seil viel zu viel Dehnung hat und mich der schwere Rucksack extrem nach unten zieht, bin ich nicht rechtzeitig oben und die Sonnenuntergangs-Bilder werden nichts. Schade!

Mit aufgerissenen Fingern seile ich wieder ab und im Licht unserer Stirnlampen kochen wir Tee und breiten unsere Isomatten und Schlafsäcke erneut aus. Diesmal jedoch wesentlich bequemer und weniger absturzgefährdet... ;)

Dienstag, 6:35 Uhr. Sch...e!!! - Als ich aufwache ist es bereits relativ hell und wir laufen Gefahr den Sonnenaufgang auch noch zu verpassen. Dann die nächste unschöne Überraschung: Mein Handy-Display ist gebrochen und es lässt sich nicht mehr bedienen. Mist! Vom Wolkenmeer der letzten beiden Tage ist auch keine Spur mehr zu sehen... "Der Morgen fängt ja mal gut an", murre ich in mich hinein und steige am Seil auf und bringe mich in Position. Kathi und Tauri steigen zeitgleich an der Felsnadel auf.

Aufgrund der Lage liegt die Line noch fast eine Stunde lang im Schatten und erst spät nach Sonnenaufgang treffen die ersten Sonnenstrahlen auf Tauri, Grund zur Hektik bestand also keiner... Mehr als 2,5 h hänge ich im Gurt, versuche regelmäßig etwas Last auf die Füße zu übertragen, damit mir die Beine nicht einschlafen und fotografiere Tauris morgendliches Slackline-Workout mit Blick aufs Inntal. Zwei Mal wechsle ich das Objektiv, was in einer Felswand gar nicht so einfach ist und bin heilfroh, als ich samt Ausrüstung wieder heil am Boden bin. Als ich die Bilder an der Kamera betrachte wird mir klar, dass sich alle Mühen gelohnt haben - die Bilder sind wirklich gelungen!

Nach dem Frühstück bauen wir die Highline wieder ab, was noch einmal einige Stunden in Anspruch nimmt und steigen schließlich, bepackt wie nepalesische Sherpas, wieder ins Tal ab, wo wir im Schein der Stirnlampen das Auto erreichen.

Insgesamt war unser kleiner Highline-Trip ein echter Erfolg! Unser Teamwork hat sich wirklich bezahlt gemacht und deshalb ein großes Danke an Kathi und Tauri, ohne die ich niemals zu solchen Bildern gekommen wäre.

Ein Hauch von Puderzucker - Rofandurchquerung im ersten Schnee der Saison

Als fanatischer Skitourengeher hat man doch eigentlich ab dem ersten Oktober nur noch eine Frage im Kopf: Wann schneit es endlich??

Während am Stubaier Gletscher die ersten schon wieder in die Bindung einsteigen und auch der Blog des Lawinenwarndienstes Tirol ganz langsam wieder zum Leben erwacht, sitze ich zu Hause und erledige den ganzen Büro-Kram. Bis der Manu anruft: "Hast morgen Zeit?" - "Ja, wieso? Wetter ist doch nicht so der Brüller...", antworte ich und klicke nebenbei wild durch den Bergwetterbericht des Alpenvereins. Das Argument "ein paar wenige Sonnenstunden, etwas Neuschnee und vermutlich ne interessante Bewölkung" lässt mein Fotografenherz dann etwas schneller schlagen und wir verabreden uns zu einer Rofandurchquerung.

7:30 Uhr: Wir kriechen aus den Schlafsäcken in Manus Auto und kochen erstmal Kaffee. Anreise war bei strömenden Regen schon am Vortag und ne kleine Eingeh-Runde aufs Ebner Joch haben wir in 1h 40 min. auch noch mitgenommen.

8:15: Los geht's. Erstes Ziel der Durchquerung ist die Rotspitze, die wir bei ziemlich dichter Bewölkung nach ca. 1,5 Stunden erreichen.

Die Rotspitze

Auf dem Kamm der Dalfazer Wände liegt bereits einiges an Schnee und ich verfluche meine undichten, vollkommen abgenutzten, profillosen Bergschuhe, weil ich ständig ausrutsche und kein Vertrauen in die Dinger habe. Außerdem sind die Füße nass. Aber der Blick hinüber zum Hochiss und nach Westen ist einfach fantastisch und anstatt mich über kalte Füße zu beschweren, mache ich lieber ein paar Bilder...

Schnee auf dem Kamm zum Hochiss
Kleine Abkletterstelle mit vereisten DrahtseilAch ja: Welcher Depp hat eigentlich die untere Lasche für das Drahtseil einfach abgeschraubt??

Kurz vor dem Hochiss liegt in einer kleinen Rinne dann knietief das weiße Pulver und bei mir steigt die Vorfreude auf die Skitourensaison sprunghaft an. Endlich Schnee!!!

Am Spirljoch und an der Seekarlspitze reißt die Wolkendecke dann immer mehr und mehr auf und wir bekommen stimmungsvolle Eindrücke von der angezuckerten Landschaft zu Gesicht.

Dalfazer Wände
Spirljoch
Der Weg zur Seekarlspitze

Bevor wir uns nach Süden wenden, erklimmen wir noch die 2259 m hohe Rofanspitze, die das nordöstliche Ende des Massivs markiert und machen bei Sonnenschein eine kleine Gipfelbrotzeit.

Gipfelkreuz der Rofanspitze
Da braucht es sogar eine Sonnenbrille...

Jetzt stehen uns noch zwei Gipfel bevor: Der Sagzahn, der seinen Namen aufgrund der Form absolut zu Recht trägt, und das Vordere Sonnenwendjoch. Wir erreichen beide Gipfel problemlos über den Ausweichsteig (der Klettersteig sah dann doch etwas steil aus für Schuhe ohne Profil und Schnee...) und genießen die Aussicht im Licht der tiefstehenden Sonne. Sogar das Inntal lässt sich blicken...

Da es schon relativ spät ist, beginnen wir rasch mit dem Abstieg zur Scherbensteinalm, wo wir ein letztes Mal für heute, zum Krahnsattel, aufsteigen.

Auch als Fotograf muss man ab und zu als Modell herhalten ;)

Ab jetzt geht es nur noch bergab, vorbei an der Erfurter Hütte und der Bergstation der Rofanseilbahn. In der Dämmerung wird es im dichten Bergwald schnell dunkel und wir sind froh, als wir die Forststraße erreichen. Unsere Stirnlampen liegen nämlich im Auto...

Nach 11 h und 2300 hm geht ein fantastischer Bergtag in einem kleinen, aber feinen Gebirge zu Ende...

Nicht nur wir haben den Sonnenuntergang genossen...