#fairyTRAIL18 - Teil 2: Aller guten Dinge sind drei? Wohl kaum...

Der zweite Teil meines Reiseberichtes hat etwas auf sich warten lassen... und leider habe ich auch nichts Positives zu vermelden. Für diejenigen unter Euch, die es gerne auf den Punkt haben: Wir hatten seit dem ersten Tag auf Island weitaus mehr Pech als Glück und mussten uns am Ende mit ZWEI (ja du hast richtig gelesen) defekten Fahrzeugen geschlagen geben. Seit Anfang der Woche sind wir wieder in der Heimat...

So, und nun die ganze Story in ihrem gesamten "katastrophalen" Ausmaß. Ach ja, "katastrophal" in Anführungszeichen, weil es sich am Ende des Tages um ein "Luxus-Problem" unverletzter, unversehrter, reisender Europäer handelt. Es gibt weitaus schlimmeres Übel auf diesem Planeten und Schicksale mit denen ich sicher nicht tauschen möchte, aber dennoch bin ich wirklich traurig und unglücklich über den Verlauf der letzten zwei Wochen.

Am 9. August erreichten wir am Vormittag den Hafen von Seyðisfjörður, wo wir sofort den obligatorischen Großeinkauf erledigten, die Räder wieder aufs Dach montierten und unsere besprochene Reiseroute ins GPS-Gerät eingaben. Unser Plan war es von der Ostküste nach Askja zu fahren, dann den Herdubreid zu besteigen und über die berüchtigte Südvariante der F910 über Nýidalur und die historische Sprengisandur nach Landmannalaugar zu gelangen. Dort wollten wir dann ein paar Tage zum Biken verbringen.

Da es sich um eine lange Tour handelte, tankten wir an der letzten Möglichkeit die Fahrzeuge noch einmal voll und kurze Zeit später gewannen wir rasch an Höhe und spulten Kilometer für Kilometer in Richtung Kárahnjúkar-Staudamm. Bereits beim ersten Anstieg passierte etwas ungewöhnliches: Der Motor unseres Fahrzeuges ging aus und die EDC-Kontrolllampe blinkte. Er ließ sich sofort wieder starten und wir informierten die anderen beiden kurz per Funk über den Zwischenfall.

Zunächst schien das Problem erledigt, doch nach einer halben Stunde passierte das Gleiche nochmals. "Naja, solange er fährt und sich sofort wieder starten lässt, kann ich damit erstmal leben", sagte ich zu Kathi. Wir hatten bereits vor der Reise schon erfahren, dass die einzige Iveco-Werkstatt in Reykjavik ist und somit hatte Umdrehen erstmal wenig Sinn. Doch in meinem Kopf ratterte es bereits: "Sind die anderen zwei Injektoren jetzt auch kaputt? Ist die Dieselpumpe vielleicht defekt? Vielleicht lösche ich mal den Fehlerspeicher... Mmmhh... der Dieslfilter..." Da das Problem jedoch äußerst unregelmäßig auftrat, konnte sich keiner einen Reim daraus machen und zum Teil lief der Iveco für mehrere Stunden problemlos über die Einöden der F910.

An der Brücke über die Jökulsá á Fjöllum verteilte eine Rangerin Informationsbroschüren über den Vatnajökull-Nationalpark und erklärte das korrekte Verhalten auf den Hochlandpisten. Außerdem erzählte sie uns, dass es die letzten Tage einen heftigen Sturm gab und ab ca. 1000m eine geschlossene Schneedecke vorzufinden ist. Und tatsächlich: Als wir zur Askja fuhren, hatten wir doch tatsächlich Schnee unter den Reifen und die Lavafelder und Berge waren in ein weißes Kleid gehüllt. Wow! Das hätte ich im September erwartet, aber Mitte August? Wahnsinnig schön und zugleich auch ein wenig beunruhigend, da wir ja noch einige MTB-Trails im Hochland auf dem Plan hatten.

Am nächsten Tag unternahmen Kathi, Alex und Manu dann die Tour zum Herdubreid, den ich bereits 2016 besteigen konnte. Doch dieses Mal herrschten ganz andere Bedingungen: Die Aufstiegsrinne war pickelhart und ohne Steigeisen wäre ein Vorankommen nicht einmal denkbar gewesen. Das Gipfelplateau war ebenfalls fest in der Hand eines fest gefrorenen Schnee-Panzers. Währenddessen widmete ich mich dem Bildmaterial und überprüfte aus Interesse noch den Dieselfilter und versuchte durch Abstecken der Batterie den Fehlerspeicher am Auto zu löschen.

Wie sich bei der Weiterfahrt herausstellte, völlig erfolglos... Neben dem EDC-Problem hatten wir bereits das nächste: Eine Stoßdämpfer-Aufnahme war gebrochen. Kein Problem für Alex! Rad runter, Stoßdämpfer raus, Rad drauf und weiter gehts. Natürlich bereite uns die Sache angesichts der bevorstehenden 300km rauen Strecke etwas Sorgen, aber wie sich herausstellte sollte ein fehlender Stoßdämpfer unser kleinstes Problem sein. Das Fahrzeug war auch ohne gut manövrierfähig und in Reykjavik ließen wir schon einmal Ersatz zur Seite legen.

Entgegen unserer Befürchtungen hatte auch das Schwemmland des Vatnajökulls erstaunlich wenig Wasser und wir kamen gut voran. Nur einmal rutschte mir das Herz fast in die Hose, als das Auto in einem der Wasserläufe ausging und ich befürchtete im weichen Untergrund stecken zu bleiben. Doch unbegründet - der Motor sprang wieder an und der Massif wühlte sich frei.

Die nächsten Kilometer der Gaesavatnleid waren dann extrem anstrengend: Das grobe Gestein und die teilweise großen Stufen zwangen uns zu einer sehr langsamen Gangart und neben der blendenden, tiefstehenden Sonne nervte vor allem unser Motor. Er ging immer öfter aus, regelmäßig musste ich steile Auffahrten mehrfach probieren und dennoch war keine Regelmäßigkeit zu erkennen. Ich war angespannt und beunruhigt. Natürlich hatten wir unsere Landmannalaugar-Pläne auf Eis gelegt und unser einziges Ziel war es nach Reykjavik zu kommen.

Rund 15 km vor dem Camp Niydalur war dann endgültig Schluss mit lustig. Der Motor sprang nicht mehr an. Kein Diesel. Die Kraftstoffpumpe hatte vermutlich den Geist aufgegeben. Wir hatten zwar das entsprechende Ersatzteil im Gepäck, aber eine Reparatur bei Dunkelheit am Pistenrand schien sinnlos. Alex schleppte uns zum Camp-Spot, wo wir am nächsten Tag früh am Morgen eine neue Pumpe einbauten. 

Doch zunächst erfolglos - kein Surren, kein Diesel, nichts! Verdammt! Schließlich überprüften wir noch die Sicherung und tatsächlich - nur eine Sicherung... Auch die neue Pumpe war ungewöhnlich laut und hatte keine Verbesserung gebracht, aber wenigstens lief der Motor. Bis zur nächsten Furt...

Wieder das gleiche sch... Spiel. Motor aus. EDC blinkt. Zündung aus. Zündung an. Motor starten. Startet nicht! Ich war angefressen, das kann es doch nicht sein... Wir zogen den Karren ins Trockene und überprüften die Sicherung. Kaputt! - Also neue rein. Doch nach wenigen Metern das selbe Problem. Wir entschieden das Auto abzuschleppen. Eine Mammut-Aufgabe, wenn man bedenkt dass es nach Reykjavik noch 300km  waren. Wenigstens bis zum Asphalt wollten wir es schaffen.

Alex und ich brauchten alle 30 min eine Pause. Das Lenken war schwer möglich, Bremsen extrem anstrengend und wir waren ständig beschäftigt den Bergegurt bergab auf Spannung zu halten. Dazu starb langsam, aber sicher die Starterbatterie. Wir mussten die Zündung anlassen, da sonst das Lenkradschloss eingerastet wäre. Also luden wir diese an Alex Lichtmaschine wieder auf. Außerdem beschlossen wir noch die Verkabelung der Kraftstoffpumpe zu erneuern, um auszuschließen, dass diese durchgescheuert war und für das Fliegen der Sicherung verursachte. Rund eine Stunde Arbeit am Pistenrand später, lief der Motor wieder. Haben wir es geschafft? Ja!!!! Na gut, nicht ganz... Der Motor ging noch ein paar Mal aus, aber lies sich zumindest wieder starten. Ich war heilfroh, als wir den Asphalt der 26 sehen konnten und klar war, dass uns hier auch im Notfall ein Abschlepper holen könnte.

Da jedoch mittlerweile Wochenende war, beschlossen wir nicht direkt nach Reykjavik zu fahren, sondern unterwegs noch ein Geothermalgebiet anzusehen und in der Nähe zu übernachten. Am Abend hatte Alex dann eine weitere ernüchternde Entdeckung gemacht: Eine Lage der vorderen, linken Blattfeder war zur Hälfte weggebrochen. "Scheiße! Muss des jetzt auch noch sein??!" Uns blieb nichts anderes übrig, als etwas vorsichtiger zu fahren und zu hoffen, dass Iveco rasch Ersatz beschaffen kann.

Am Sonntag Abend erreichten wir dann die Werkstatt, wo einige Mitarbeiter ihre eigenen Autos sauber machten und uns freundlich erlaubten auf dem Parkplatz zu übernachten. Am Montag würde man uns helfen. Na immerhin!

Am Montag diagnostizierte man uns dann zwei defekte Injektoren. Guter Rat war im wahrsten Sinne des Wortes teuer. Die Ersatzteile inklusiver neuer Blattfeder waren in Deutschland lagernd vorrätig und würden per Luftfracht kommen, doch die Preise waren extrem hoch und über die Versandkosten wollen wir gar nicht reden... Wir überlegten hin und her, ob es günstiger wäre über die Verwandschaft in Deutschland zu bestellen und selbst zu verschicken, doch die Unsicherheit über Einfuhrzölle, etc. stimmte uns dagegen.

In nicht allzu großer Entfernung hatte Kathi noch einen MTB-Track ausfündig gemacht, zu dessen Ausgangspunkt wir am Nachmittag fuhren. Nicht steil, sondern ziemlich flach, aber trotzdem recht spaßig führte uns dieser zur Ringstraße, wo wir auf dem Asphalt wieder zum Auto hochstrampelten. Es hat richtig gut getan, sich etwas auszupowern und mal wieder auf dem Bike zu sitzen. Sogar meinen Schalthebel, in dem sich meine Hose verfangen hatte, haben wir nach einigem Suchen im isländischen Moos wieder ausfündig machen können. Den Abend verbrachten wir entspannt mit zwei Töpfen Nudeln und die Stimmung befand sich wieder auf dem aufsteigenden Ast.

Der nächste Tag brachte dann allerdings wieder große Ernüchterung zu Tage. Wir wollten etwas Zeit in Reykjavik verbringen und fuhren deshalb zum Alten Hafen. Vor einem Kreisverkehr musste ich etwas heftiger bremsen und mit einem lauten Krachen, zerbrach die zweite Lage der Blattfeder. Parken konnte ich noch, doch nach unserem Stadtbummel musste ein, über den ADAC organisierter, Abschlepper den Wagen zurück zur Werkstatt bringen. Die nächste Nacht auf dem Werkstatt-Parkplatz stand uns bevor...

Am Mittwoch hätten wir dann wieder weiterreisen können, wenn... ja wenn... man bei Iveco nicht aus irgendeinem Grund vergessen hätte, die Feder auch zu versenden! F****k! Noch eine Nacht in der Hauptstadt. Wenigstens hatte der ADAC für Kathi und mich ein Hotel zur Verfügung und Manu und Alex fanden einen Platz am Hafen zum Übernachten. Tagsüber hatten Alex und ich den Tank ausgebaut und festgestellt, dass dieser warum auch immer, stark verdreckt war. Dank der wahnsinnig hilfsbereiten und verständnisvollen Werkstattmeister, durften wir den dreckigen Diesel dort fachgerecht entsorgen und auf dem Parkplatz die Reparatur selber vornehmen. Das wäre in Deutschland undenkbar... Nach einer Dusche im Hotel, machten wir uns dann auf die Suche nach einem bezahlbaren Abendessen, die wir bei einer asiatischen Nudelsuppe für 13 Euro entnervt aufgeben mussten. Günstiger gab es einfach nichts.

Donnerstag: Die Feder hatte man bei Iveco im System scheinbar "verloren" und müsste neu bestellt werden. Man versicherte dem isländischen Mitarbeiter von Kraftvélar (so heißt die Werkstatt), dass diese dann mit großer Sicherheit am Freitag da sein würde. 

Freitag Mittag trafen Alex, Manu und ich uns dann an der Werkstatt, um die Feder einzubauen, während Kathi eine Bergtour unternahm. Es klingt schon fast wie verhext, aber leider musste man uns mitteilen, dass das Ersatzteil gar nicht in Deutschland abgehoben sei. Security Check... Wirklich scheiß gefährlich so eine Blattfeder... Mit Humor konnte ich diese Nachricht leider nicht mehr auffassen, ich war einfach nur fertig mit der Welt, bedeutete das für uns nämlich, dass wir bis Montag warten müssen.

Doch alles Fluchen brachte natürlich nichts, wir brauchten einen Alternativplan und den verdanken wir meiner ADAC Plus-Mitgliedschaft. Während Alex und Manu sich in Richtung Geysir aufmachten, da sie uns nun sowieso nicht weiterhelfen konnten, organisierte uns der ADAC einen Mietwagen den wir zu Fuß beim fünf Kilometer entfernten Flughafen abholten. Wir packten das Zelt, die Isomatte, Schlafsäcke und etwas zum Kochen in den Nissan Micra und machten uns auf nach Norden, wo wir in der Nähe von Borgarnes ein wunderschönes Hostel über den ADAC gebucht hatten (dieser zahlt pro Schadensfall 3 Übernachtugen bis 85€ pro Person). Am nächsten Tag besuchten wir dann noch einen Wasserfall und am Abend stiegen wir auf einen rund 1000 m hohen Berg, um dort im Zelt zu übernachten. Der Aufstieg war für mich eine schmerzhafte Angelegenheit, tat doch mein eingewachsener Zehennagel bei jedem Schritt ziemlich weh, aber die Aussicht war einfach wunderschön. Nach mehreren Tagen in der Stadt war dieses kleine Bergabenteuer eine willkommene Abwechslung! Endlich sahen wir etwas anderes als Häuser, Autos und den Werkstattparkplatz! Der Sonnenuntergang und -aufgang waren atemberaubend schön und wir hatten schon lange nicht mehr so lange ausgeschlafen. Kathi und ich waren einfach glücklich. Glücklich über das was wir tun und erleben durften.

Für Manu und Alex war die Reise leider in diesen Minuten zu Ende gegangen, wie wir später erfuhren. Ein Radlager hatte gefressen und dadurch die Steckachse, Radträger, Achsstummpel, Freilaufnabe, Differential und Bremse in Mitleidenschaft gezogen. Eine Reparatur, die nicht nur Tage dauern wird, sondern auch mehrere tausend Euro Material verschlingen wird. Einen wirklichen Grund gab es nicht, einfach nur Pech!

Trotz aller Reiberein und Unstimmigkeiten in unserer Gruppe waren wir doch sehr traurig, dass es mit Sicherheit keinen weiteren gemeinsamen Tag auf Island geben würde. Der Traum von unserem #fairyTRAIL18 Projekt war geplatzt.

Kathi und ich beschlossen an dieser Stelle, die verbleibenden Wochen etwas ruhiger anzugehen, schließlich hatte der Zwischenfall doch gezeigt, wie stark unsere Reise von vielen Dingen abhing. Uns war klar, dass wir jetzt niemals mehr erreichen könnten, was wir uns monatelang vor der Reise ausgemalt hatten und doch waren wir überzeugt, dass wir uns zu zweit eine schöne Zeit machen würden.

Diese Überzeugung hielt für 24h und kein Minute länger. Wir übernachteten die Nacht auf Montag wieder im Auto und tatsächlich kam die Feder an. Halt, es kam nicht eine Feder, sondern zwei. Auf Anraten der Werkstatt ließen wir auch beide Federn einbauen. Riskieren wollten wir jetzt nichts mehr. Nachdem wir knapp 3000€ bezahlt hatten, verabschiedeten wir uns voller Vorfreude von den Mitarbeitern der Werkstatt und fuhren mit frisch gefüllten Lebensmittelvorräten zur Tankstelle, wo wir den Tank und unsere Kanister für den Weg nach Landmannalaugar auffüllten. Doch unsere Freude, zerplatzte nur wenige hundert Meter später wie eine Seifenblase. Die EDC-Lampe blinkte und das Auto ging alle paar Sekunden wieder aus. Wir waren sprachlos. Hilflos. Traurig. 

Wieder verharrten wir zwei Stunden bis uns ein Abschlepper zur Werkstatt brachte, wo wir im Auto schliefen. "Verharrten", trifft es wohl besser. Schlafen konnten wir nicht wirklich, die Gedankenspirale drehte zu schnell, die Verunsicherung war zu groß. 

Groß war auch das Entsetzen des Werkstatt-Meisters, als er mich am nächsten Morgen in seinem Büro antraf. Sofort kümmerte man sich um uns. Doch die Fehlersuche dauerte Stunden. Die Diagnose drehte sich immer mehr um die Hochdruckpumpe, das wohl teuerste Bauteil moderner Diesel-Motoren. Sicher war sich jedoch niemand. Es schien zudem ein elektronisches Problem zu geben.
Der Wunsch die Werkstatt bald wieder zu verlassen, rückte immer mehr in die Ferne und es wurde schwer Entscheidungen zu treffen. Wir telefonierten viel mit anderen Werkstätten, unseren Familien, doch letztendlich konnte uns keiner einen passenden Rat geben. Sollten wir das Teil hier noch austauschen lassen? Diese Reparatur würde nochmal rund zweitausend Euro (in Deutschland rund die Hälfte) verschlingen und Sicherheit gab es keine. Wir hätten erneut zwei Tage auf die Teile warten müssen. Unsere Reserven waren ausgeschöpft. Monetär, psychisch, physisch. Wir waren fertig mit der Welt.

Es gab noch so viel zu erleben und zu entdecken, wir hatten praktisch nichts gesehen von Island und wären so gerne geblieben, doch es schien aussichtslos. Wieso hätte diese Reparatur jetzt unsere Probleme beseitigen sollen? Wir hatten von Anfang an nur Pech auf der Insel und jeder Hoffnungsschimmer hatte sich die letzten Tage sofort wieder in Luft aufgelöst... Der ADAC bot uns an nach Hause zu fliegen und das Auto zurück zu transportieren. Nach Stunden sagten wir schließlich zu.

Man mag glauben was man will - Bewahrten uns all diese Umstände vor einer viel größeren Katastrophe? "Wer weiß wofür es gut ist". Hatten wir einen Troll erzürnt? Schicksal? Pech? Ehrlich gesagt "Keine Ahnung!". Es sollte einfach nicht sein. Wir hatten kaum eine andere Wahl.

Unser Traum war geplatzt. Ein für alle Mal. 

An dieser Stelle möchte ich mich aber nochmal ganz ausdrücklich bedanken. Zunächst bei allen Firmen, die uns im Vorfeld das Vertrauen entgegen gebracht haben und sich auf eine Kooperation eingelassen haben. Ohne eure Unterstützung wäre dieses Projekt niemals zu Stande gekommen! Danke also an Cooper Tires, Alpina Sports, Bergzeit, Sigma, Eve Devices, Katadyn Group, Lifepowr, Hey Sports, Taubenreuther GmbH!

Dann möchte mich natürlich auch bei meinen Mitstreitern bedanken. Danke, dass Ihr dieses Experiment mitgemacht habt!

Außerdem ist es mir wichtig, an dieser Stelle auch nochmal die Werkstatt in Island zu erwähnen: Kraftvélar. Wir durften auf eurem Werkstatt-Hof selber schrauben, ihr habt unseren Schmutzdiesel entsorgt, ihr habt euch bestmöglichst um Ersatzteile und die Reparatur gekümmert, ihr habt uns am letzten Tag sogar noch euer Mittagessen angeboten, Kartons für unsere Mountainbikes organisiert, sichergestellt, dass wir zum Flughafen kommen, uns ein Auto für den letzten Abend angeboten, unsere Pizza bezahlt und uns einfach nicht im Stich gelassen. Thank you so much! Wir kommen wieder!

Es fällt mir noch schwer zu begreifen und zu akzeptieren was alles passiert ist und ich kann auch noch keine richtigen Schlüsse daraus ziehen. Ich bin gespannt, welche Türen sich jetzt öffnen werden und wünsche mir, dass wir bald noch einmal die Gelegenheit haben werden nach Island zu reisen.