Ein Wintermärchen

Worum geht es uns auf Bergtouren eigentlich? Höhenmeter, Gipfel, Freiheit, eine gute Zeit, Spaß, Einsamkeit? Egal wie extrem wir unterwegs sind, wir alle suchen besondere Momente... Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben.

Am Wochenende durfte ich eine ganze Reihe solcher Momente erleben. Gemeinsam mit Manu habe ich für unsere Skitourengruppe BABA des DAV ein Skitouren-Wochenende mit Winterbiwak geleitet. Mit von der Partie waren Kathi, Tauri, Alex und Stephie - alle topfit und höchst motiviert.

Kein Wunder also, dass wir am ersten Tag gleich einmal über 1800 hm gemacht haben. Bei den zahlreichen Abfahrtsvarianten und Scharten blieb uns aber quasi auch gar nichts anderes übrig, als möglichst viele unverspurte Fleckerl Schnee zu entjungfern ;)

Nach einer gelungen Abfahrt schnallten wir also erneut unsere Felle auf die Ski und stiegen durch einen kraft- und nervenaufreibenden Latschengürtel zur nächsten Scharte auf. Im letzen Sonnenlicht begann dann ein kleines Wettrennen mit den immer länger werdenden Schatten der umliegenden Berge. Als der Himmel schließlich zu glühen begann, hatten wir unser Tagesziel endlich erreicht. 

Im Wettlauf mit dem Schatten

Es ist einfach jedes Mal etwas ganz Besonderes zu Sonnenuntergang auf einem Berg zu stehen und den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Definitiv ein Moment, der im Gedächtnis bleibt.

Nachdem wir alle warm eingepackt waren, richteten wir uns unsere Schlafstätten ein und kümmerten uns um das leibliche Wohl. Die mitgebrachten Nudeln mit Pesto waren für uns nicht einfach eine schnelle und unkomplizierte Mahlzeit, sondern der verdiente Lohn für einen langen Aufstieg mit schweren Rucksäcken. In den Bergen kann man sich einfach so schön über Kleinigkeiten freuen. Warmes Essen und Tee gehören da auf jeden Fall dazu!

Tausend Sterne - Küche

Nachdem wir noch ein paar Kleinigkeiten als Nachtisch teilten, verkrochen wir uns in unsere Schlafsäcke und starrten in den klaren Sternenhimmel. Nur das Rascheln des Stoffes durchbrach die Stille. Für mich ein Moment der absoluten Zufriedenheit und Freiheit. 

Am Morgen erwartete uns ein herrlicher Sonnenaufgang, den wir von unserer Scharte aus perfekt bewundern konnten. Dieser Anblick... Atemberaubend!

Mit dem Frühstücken haben wir uns Zeit gelassen und so wurde es doch nach 10:00 Uhr, ehe wir unsere ersten Turns in den Hang legten. Motiviert durch das herrliche Wetter, sprang der ein oder andere vor Freude auch über den ein oder anderen Drop oder über die Wechte.

Finde den Freerider!

Letztendlich durften wir noch einen fantastischen Hang einspuren, der noch gänzlich unberührt mit perfekten Schnee auf uns wartete. Perfekter Schnee, sagte ich? Na gut, nach ganz oben haben wir uns nicht gewagt, weil die Schneehöhe einfach zu unterschiedlich war und das Altschneeproblem nicht von der Hand zu weisen war. Der Abfahrt hat das allerdings keinen Zacken aus der Krone gebrochen. Einfach der Hammer! Ich hab Euch gewarnt: Viele besondere Momente...

Trotzdem: Ohne Fleiß kein Preis! Jede Abfahrt fordert ihren Tribut. So auch unsere allerletzte Abfahrt des Wochenendes, die durch einen wenig schneereichen Hang und dann durch den oben bereits genannten Latschengürtel führte. Viele Stürze, aufgrund von Steinkontakt, und die prall gefüllten Rucksäcke zerrten beim ein oder anderen ein wenig an den Nerven und auch eine Prellung an Alex Knie blieb leider nicht aus.

Kathi im letzen Aufstieg des Wochenendes

Die Sonne stand bereits tief, als wir uns am Parkplatz zu diesem einmaligen Erlebnis gratulierten und lachend die Ski und Boards ins Auto luden.

Ob wir gefunden haben, was wir gesucht hatten? Ich finde schon. Auf jeden Fall haben wir sehr viele magische Momente erlebt und werden noch lange von diesen fantastischen Erinnerungen zehren. Oder widersprecht ihr mir, Kathi, Manu, Alex, Tauri, Stephie? 

Manchmal kommt alles anders...

Es gibt so Tage, da ist man in der Früh felsenfest überzeugt von dem, was passieren wird und dann kommt alles etwas anders.

Um 5:00 Uhr reißt mich der Wecker aus dem Schlaf, ich steh auf und dann läuft erstmal alles wie immer: Frühstück, Skischuhe zusammenbauen, Tee kochen, Brotzeit herrichten, Standheizung anschmeißen, usw. Eine Stunde später liegt die Ausrüstung im Auto und ich fahre los. Kurzfristig muss die Kathi leider absagen, ich habe also etwas mehr Zeit und schlage 20 min. eher bei Manu auf, der noch beim Frühstückt hockt. Wir denken nochmal kurz über unser Tourenziel nach, beschließen aber bei unserer Rinne in den Bayr. Alpen zu bleiben. Die haben wir schließlich im Sommer schon einmal begutachtet und neulich auch schon mal von der Straße aus gecheckt. Die sollte auf jeden Fall gehen!

Am Parkplatz hat es dann winterliche -17°C und die Handschuhe ziehen wir ab jetzt nur noch sehr, sehr ungerne aus... Erstmal heißt es sowieso Strecke machen, der Zustieg ist eben doch ein wenig länger und zieht sich. Der Schnee ist herrlich und tief. Für Manus Schneeschuhe schon fast zu tief...

Alle Strapazen sind aber sofort vergessen, als wir von unten den ersten Blick in "unsere" Rinne werfen. Sieht einfach gigantisch aus und hat diesen Winter auch noch keine Spur gesehen! Die Motivation steigt enorm! Wir sind heiß!

Am Sattel dann der erste "Atemaussetzer": Da ist ja schon jemand im Aufstieg! Der wird ja wohl nicht... oder doch? Nein, bestimmt nicht... Trotzdem lege ich einen Zahn zu und gehe etwas schneller. Der Aufstieg ist für Schneeschuhe mittlerweile gänzlich ungeeignet, die Latschen sind noch nicht weit genug eingeschneit und selbst mit Ski bricht man stellenweise durch.

Am Gipfel halten wir uns nicht lange auf, wir werfen lieber einen Blick in die Rinne, während die anderen Leute woanders abfahren. Und die Rinne sieht von oben noch besser aus, als von unten! Ok, Triebschnee liegt auf jeden Fall drin, also Obacht! Vorsichtig steigt der Manu ein und schaufelt einen kleinen Blocktest aus. Ergebnis: Bricht am Boden bei mäßigen Klopfen. Die Schwachschicht besteht aus aufbauend umgewandelten Kristallen. Typisches Altschneeproblem, aber eben in nem guten Meter Tiefe... Wir beschließen ein paar Meter weiter noch einmal zu graben. Dieses Mal kein Problem mit aufbauend umgewandelten Kristallen am Boden, dafür lassen sich die oberen 30 cm Triebschnee extrem leicht stören. Eigentlich ein absolutes No Go, aber warum gleitet das Brett nicht schon beim Reinlaufen ab? Ist der Triebschnee nur sehr lokal vorhanden? Ist die Schwachschicht nicht durchgängig? Weiter unten können wir nicht graben: Das wäre zu gefährlich, wenn dann tatsächlich was abgeht... Ein Seil haben wir nicht dabei.

Wir überlegen hin und her: Sind wir dumm, wenn wir trotzdem fahren? Unser Gefühl sagt schließlich, dass es hält und zu Fuß lässt sich nichts stören. Aber der Blocktest sagt doch nein... Ist der vielleicht nicht repräsentativ an der Stelle? Fragen über Fragen...

Letztendlich wägen wir die Konsequenzen eines Lawinenabgangs ab: Die Rinne ist trichterförmig und links und rechts sind große Felsen. Wenn hier was abgeht, dann sind wir vermutlich mindestens schwer verletzt... Das ist keine Option und deshalb drehen wir um! Nach einer guten Stunde Überlegen.

Das Bild spiegelt die Situation ziemlich gut wieder...

Wir fahren die Normalroute ab und finden auch hier guten Schnee!

Aber das kann es ja jetzt nicht gewesen sein für heute, also wieder raus mit den Fellen und Schneeschuhen! Aufstieg! Der Hunger treibt uns kurz in die Hütte, wo wir einen köstlichen Kaiserschmarrn verdrücken und gut gestärkt zur nächsten Rinne aufsteigen. Hopes are high und ja, die Rinne geht! Also Vollgas!

Und dann rockt das Teil, dass es nur so scheppert! Wir haben eine mordsmäßige Gaudi und lassen den Powder fliegen :D

Am Ende des Hanges fallen wir uns vor Freude in die Arme. Bingo!

Die Sonne geht schon unter, als wir durch den Wald  abfahren und in der Dämmerung skaten wir die letzen Meter zurück zum Auto. What a day!

Chiemgau Powder

Mittwoch, der 18.01.17 sollte einer dieser Tage werden: Nach tagelangen und recht ergiebigen Schneefällen, erwartete uns ein Tag mit 9h Sonnenschein und einer gut einschätzbaren Lawinen-Situation.

Ich starte um 8:00 Uhr mit Alex am Parkplatz in Ettenhausen zum Breitenstein, einem 1661m hohen Berg in den Chiemgauer Bergen. Von 9h Sonne ist noch wenig zu sehen, es ist bewölkt, während der Fahrt hatte es sogar kurz geschneit. Im Gleichschritt gehen wir in der vorhanden Spur über die alte Skipiste, während immer öfter der versprochene blaue Himmel durch die Wolkendecke durchkommt.

Als die ersten 750 hm schon bald hinter uns liegen, offenbart sich uns ein gigantischer Anblick über den Hochnebel, der die Täler verschwinden lässt. Auch der Blick in unsere geplante Abfahrt, sorgt für Schmetterlinge im Bauch: Keine Spur in der breiten, perfekt geneigten Rinne!

Im Aufstieg graben wir noch einen Block aus und checken das Lawinenrisiko - alles bene! Am Gipfel windet es zwar ein wenig und es ist bitterkalt, aber die Aussicht lässt unsere Herzen höher schlagen. Noch etwas Tee und einen Riegel, dann ziehen wir die Felle ab, machen die Schuhe zu und setzen den Helm auf - Abfahrt! :D

Was dann folgt ist einfach... ohne Worte... unbeschreiblich... nur geil!

Bei dem Schnee steigen wir sofort ein zweites Mal auf und stürzen uns ein weiteres Mal in den Champagne-Powder, während der Großteil der Skitourengeher den Berg gegenüber in Zehnergruppen erklimmt.

Um 12:30 sind wir wieder am Auto, haben beide ein breites Grinsen im Gesicht und fahren glücklich und staufrei zurück nach München.

Bergglück im Doppelpack

Auch wenn wir mittlerweile alle schon ungeduldig mit den Hufen scharren und endlich die Ski aus dem Keller holen möchten, lässt der Winter noch auf sich warten. Das heißt aber nicht, dass man momentan keinen Spaß in den Bergen haben kann. Die letzten zwei Tage hatte ich das Glück, eine einsame und wunderschöne Bergtour im Wilden Kaiser zu gehen und eine Mountainbike-Runde am Walchensee drehen zu können.

Einsame Bergtour am zweiten Weihnachtsfeiertag

Während der Großteil der Münchner sich scheinbar noch einmal im Bett umdreht und die Plätzchen der Weihnachts-Völlerei verdaut, sitze ich bereits im Auto und fahre nach Ellmau am Fuße des Wilden Kaisers. Mit von der Partie ist die Kathi, die den "Koasa" quasi wie ihre Hosentasche kennt. Doch auch Locals entdecken immer wieder einen neuen Gipfel oder einen anderen Weg ;)

Auf dem Weg zum Ellmauer Tor wird mir klar, dass es nicht gerade klug war nur die Trailrunning-Schuhe anzuziehen und so habe ich schon bald nasse Füße während wir durch den, zum Teil knietiefen, Schnee stapfen.

Danke für das Bild, Kathi

Am Ellmauer Tor legen wir eine kleine Plätzchen-Pause ein und blicken ehrfürchtig auf die gigantischen Wände der berühmten "Fleischbank".

FleischbankEin absoluter Kletter-Klassiker

Der Jubiläumssteig zum Gipfel der Hinteren Goinger Halt (2192 m) erfordert dann ab und zu den Einsatz der Hände und ist teilweise mit Ketten versichert. Uns gefällt die leichte Kraxelei, trotz des relativ brüchigen Gesteins, sehr gut und als die Sonne endlich durch die Wolkendecke bricht, stehen wir am Gipfelkreuz und haben ein atemberaubendes Panorama vor uns.

Aussicht vom Gipfel der Hinteren Goinger Halt nach Osten

Nach einer ausgiebigen Gipfelrast steigen wir wieder ab und treffen das erste Mal an diesem Tag auf zwei andere Wanderer. Ansonsten hatten den gesamten Tag über nur die gelegentlichen Steinschläge und Nassschneerutsche die Stille durchbrochen.

Brotzeitgeier

Gerade als es anfängt zu tröpfeln und der Kaiser in dicken Wolken verschwindet, erreichen wir das Auto und fahren im strömenden Regen zurück nach München.

Ein neuer Lieblingstrail?

Am 27.12 komme ich in den Luxus des Beifahrer-Daseins und werde in der Früh vor der Haustür von Manu abgeholt. Mit einem Kaffee und einer Butterbrezn in der Hand geht es nach Kochel am See. Den Sonnenaufgang sehen wir heute zwar nur von der Autobahn aus, schön ist er trotzdem!

Wir kurbeln vom Ufer des Kochelsees auf der Fortstraße richtung Kot-Alm, wo wir die Wintersonne genießen und schultern dann unsere Räder und tragen zum Gipfel des Jochbergs.

Wintersonne!!!

Doch so schön uns die Sonne gerade noch ins Gesicht schien, so kalt und neblig ist es nur wenige Höhenmeter später. Am Gipfelkreuz begegnen wir dann den Wanderern, die von der anderen Seite zu diesem beliebten Aussichtsgipfel aufgestiegen sind und stärken uns mit Semmeln und Riegeln.

Nebel und klirrende Kälte

Wir finden uns gerade damit ab, dass sich der Wetterbericht wohl geirrt haben muss und die Sonne es nicht schaffen wird, den dichten Nebel aufzulösen, als ein Wanderer meint "Schaut! Ist das schön, jetzt sieht man den See!". Tatsächlich, in wenigen Minuten löst sich der Nebel auf und nur noch einzelne Wolkenfetzen huschen über den Bergrücken. Der Blick zum Kochelsee ist atemberaubend und in der anderen Richtung zeigt sich auch der Walchensee.

Viele Wanderer wünschen uns viel Spaß und eine sichere Abfahrt, als wir uns für den Ritt ins Tal vorbereiten: Luft aus den Reifen, Dämpfer anpassen, Protektoren anlegen und Helm aufsetzen.

Mountainbiken mit Blick auf den Walchensee

Anfangs sind wir noch etwas zögerlich auf dem Trial, immerhin ist dieser mit einer fiesen Eisschicht überzogen, doch schon wenige Meter weiter unten ist das Eis bereits weg geschmolzen und wir können den Weg wirklich genießen.

Im Wald warten dann einige kniffelige Stellen auf uns und fordern eine gute Linienwahl und viel Balancegefühl. So manche höhere Stufe fordert dann ordentlich "Confidence", wie Manu jetzt sagen würde, bevor wieder richtig flowige Passagen folgen.

Ich weiß, die Mütze und der Helm gehen gar nicht.... Sorry für das Outfit. Normalerweise bin ich ja auf der anderen Seite der Kamera...

Kurz vor Ende erreichen wir dann eine Holzleiter, die ich beim letzen Mal nicht versuchen wollte, weil es einfach zu eisig war. Sie ist zwar immer noch nass und ziemlich rutschig, aber ich fühle mich gut und sage Manu, dass er sich möglichst nicht in den Auslauf stellen soll. Tief durchatmen und schon rolle ich über die Stufen, worauf ein Freudenschrei und beeindruckte Blicke der anwesenden Wanderer folgen.

Gut, dass das Laufrad stabil ist...

Am See lassen wir den Tag revue passieren und tanken ein wenig Sonne, bevor diese hinter dem Herzogstand verschwindet und wir nach Hause fahren.

Für mich waren das zwei wunderschöne Dezembertage, die sich auch aus fotografischer Sicht wirklich gelohnt haben. :)

Jahresrückblick 2016 - meine persönlichen Höhepunkte

Noch eine gute Woche, dann ist das Jahr 2016 vorbei. Was bleibt sind wahnsinnig viele schöne Erinnerungen an ein erlebnisreiches, spannendes und intensives Jahr. Ich hatte die Gelegenheit viele tolle Menschen kennen zu lernen, mit meiner Islandreise einen Kindheitstraum in die Tat umzusetzen, meine fotografischen und sportlichen Grenzen zu verschieben und habe sehr viel über mich gelernt.

Ich liebe den Winter

Seit Februar bin ich Teil der Snowboard- und Skitourengruppe Baba (Bergauf-Boardab) beim DAV und habe dort einen Haufen Gleichgesinnter kennen gelernt, mit denen ich nicht nur eine Menge Spaß habe, sondern die mir auch viele Türen geöffnet haben. So bin ich zum Beispiel in der Saison 2016/17 selber als Jugendleiter in der Gruppe aktiv und bin meinem Ziel Bergführer wieder ein Stück näher gekommen.

Vor allem mit Kahti Sandbichler und Manu Nadler habe ich zwei Bergfanatiker und begnadete Skifahrer bzw. Boarder kennengelernt, die weitaus mehr als coole Bergkameraden sind, nämlich echt lässige Freunde! Danke Euch! Ich freue mich schon auf die anstehenden Touren und Reisen! Mit Euch wird das der Hammer ;)

HafragilsfossNachdem wir tagsüber schon zum Hafragilsfoss hinabgestiegen sind, beschlossen wir zu Sonnenaufgang nochmal hinzufahren. Ich stellte das Stativ um 3:00 auf und wartete bis 4:36, um das Licht der aufgehenden Sonne einzufangen.

Zwei Monate Island

Aber nicht nur der Winter war mit über vielen, vielen Skitourentagen ein voller Erfolg - auch der Sommer hatte es definitiv in sich! Ich fuhr für zwei Monate mit meinem langjährigen Freund Jakov nach Island, um ein faszinierendes Land zu entdecken.

Doch bevor es losging, wurde es nochmal spannend: Ich verletzte mich in der Skiabfahrt vom Ortler am Knie und musste operiert werden. Vier Wochen vor unserer Abreise... Dank meines fantastischen Orthopäden Dr. Christof Keinath und meinem Operateur Dr. med. Manuel Köhne, verlief der Heilungsprozess wirklich schnell und ich konnte mit Jakov unser Island-Abenteuer, wie geplant beginnen.

Dem Unwetter entflohenDave auf dem Goldseetrail. Im Hintergrund der höchste Berg Südtirols - der Ortler.

Island hat mich dann schwer beeindruckt, fasziniert und gefesselt. Diese zwei Monate waren so intensiv! Wir haben das gesamte Land mit dem Geländewagen bereist, uns im Schnee festgefahren, spannende Pisten im Schritt-Tempo zurückgelegt, sind aus Gletscherspalten geklettert und haben unser Lager in atemberaubend schöner Landschaft aufgeschlagen. Auch der ein oder andere Schreckmoment blieb nicht aus: Fast-Absturz zwischen riesigen Basaltsäulen. Festgefahrenes Auto. Defektes Radlager... Wie gesagt: Island war ein intensives Erlebnis, das wir unser Leben lang nicht vergessen werden.

Ich bin so glücklich mit Jakov eine verlässliche Begleitung gehabt zu haben. Danke für deine Geduld, den guten Kaiserschmarrn, die vielen lustigen Stunden und den rettenden Handgriff... Auf dich kann man echt zählen!

Immer dabei war natürlich meine Kamera-Ausrüstung. Hier könnt Ihr Euch nochmal die Highlights der Reise ansehen.

Mountainbike Tour

Herbst HighlineDie Highline am Kundl und Backofen bietet einen schönen Blick aufs Inntal. Bei Sonnenaufgang war Tauri Vahesaar bereits auf der Line, als die Szenerie in ein warmes Licht getaucht wurde.

Kurz nach meiner Rückkehr aus Island, konnte ich mit Dave das Ortlergebiet einmal mit dem Mountainbike umrunden. Sechs Tage. Über 12000 Höhenmeter. Fantastisches Wetter. Lässige Hütten. Unser Anspruch war es, stets auf den besten Trails der Region abzufahren und was soll ich sagen: Die Trails waren der Hammer! Das schreit geradezu nach einer Wiederholung!

2016 war der Hammer!

Keine Frage, jede Tour jetzt aufzuzählen würde diesen Blogeintrag definitiv sprengen. Trailrunning am Achensee mit Kristin Berglund, Mountainbiken im Rofan und den Voralpen mit Freddy, Highlinen mit Tauri Vahesaar, ... Ihr merkt schon die Liste ist lang ;)

Danke an alle, die mich unterstütz haben! Auf ein affengeiles 2017!

FokussiertAuch wenn die Abfahrt vom Passo Zebru eigentlich leicht ist, die Blickführung muss in den Kehren schon sitzen.
Rofan ride